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Christen in Berlin
Aktuelles

"Myfest" in Berlin-Kreuzberg: 800 Christen beten für einen friedlichen Maifeiertag
(Beitrag vom 04.05.2004)

Mit einem Gebetsgottesdienst unter freien Himmel eröffneten rund 800 Christen aus verschiedenen Berliner Gemeinden das diesjährige „Myfest“ im Berliner Bezirk Kreuzberg-Friedrichshain. Auf dem Oranienplatz, wo in der Vergangenheit wiederholt die Krawalle linksautonomer Gruppen ihren Anfang nahmen, beteten die Christen für einen friedlichen Verlauf der sich daran anschließenden „revolutionären 1.Mai“-Demonstrationen.

Anschließend waren während der Demonstrationen und bis weit in die Nacht hinein Gebetsteams auf den Straßen rund um die Oranienstraße unterwegs. In den Räumen der Kreuzberger Gemeinschaft „Monte Crucis“ sowie in verschiedenen Gemeinden der Stadt fanden weitere Gebetstreffen statt, die über Handy über die Situation auf den Straßen Kreuzbergs auf dem Laufenden gehalten wurden.

Die positive Bilanz, wie sie am Tag danach übereinstimmend von Politikern, Polizei und Medien gezogen wurde, entspricht auch den Beobachtungen der Gebetsteams vor Ort: Es gab weniger Krawalle, die Gewaltbereitschaft ist zurückgegangen und die Polizei griff konsequent, aber besonnen durch. Auffallend war zudem, dass von Passanten immer wieder mäßigend auf die gewaltbereiten Jugendlichen eingewirkt wurde.

„Es lohnt sich, dass Christen sich aktiv einmischen und konkret für die problematischen Bereiche unserer Stadt beten“, so Axel Nehlsen, Geschäftsführer des christlichen Netzwerkes „Gemeinsam für Berlin. „Zwar hat der Erfolg bekanntlich viele Väter, aber ein wesentlicher Teil davon ist sicherlich das Gebet zum Vater im Himmel. Unsere Konsequenz: Dran bleiben, bis der 1. Mai ganz friedlich ist.“

Gerhard Schönborn


Presseberichte zum Gottesdienst:


"Myfest liegt jetzt auch in Gottes Hand", Neues Deutschland, 29. April 2004:

Auch die Gruppe "Gemeinsam für Berlin" mischt sich ein. Sie wird, ermuntert von Cornelia Reinauer, auf dem Oranienplatz mit 1000 Seelen einen Gottesdienst unter freiem Himmel abhalten. Man werde "musikalisch Gott loben und für einen friedlichen Verlauf der Demonstrationen beten", sagt Pfarrer Axel Nehlsen und fügt an: "Unser Herr Jesus Christus möchte, dass wir Salz und Licht in dieser Stadt sind. Er hat versprochen, auf unser gemeinsames Gebet hin zu handeln. Diese Zusage wollen wir am 1. Mai in Anspruch nehmen." Jedwede Hilfe ist willkommen. Ob sich Leute, die den Steinwurf für Spaß oder ein Argument halten, von Kerze und Bibelwort dann tatsächlich bekehren lassen, vermag Nehlsen natürlich nicht zu beschwören. Ihm kommt es auf ein Zeichen gegen Gewalt an. Myfest, Revolutionsmarsch und das spontane Chaos liegen jetzt auch in Gottes Hand.


"Ringelrei und Rangelei rund um den 1. Mai", die tageszeitung, 30. April 2004:

Zum zweiten Mal versucht das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg mögliche Ausschreitungen mit einem Festprogramm zu unterbinden. Die Demonstranten müssen daher bekanntlich den Kreuzberger Kiez umgehen. Ob sich die Krawallbrüder auch daran halten, bleibt abzuwarten. Passenderweise beginnt das Myfest um 10 Uhr mit einem Gottesdienst auf dem Oranienplatz.


"Oh Gott, mach heute Frieden", Berliner Kurier, 2. Mai 2004:

Sie heben beschwörend ihre Arme, richten den Blick zum wolkenlosen Himmel und beten inbrünstig: für Berlin, für den Regierenden Klaus Wowereit, für den Justizsenator, für Polizisten... Mehr als 500 Menschen waren dem Aufruf kirchlicher Gemeinden gefolgt und beteten gestern Mittag am Oranienplatz in Kreuzberg - Ausgangspunkt für die ´Revolutionäre 1.Mai-Demo´ - für einen friedlichen 1. Mai.


"Weniger Gewalt am 1. Mai in Berlin-Kreuzberg", ERF Radio, 3. Mai 2004:

Stell dir vor du betest und Gott handelt. Und zwar nicht nur im eigenen persönlichen Leben, sondern so, dass es eine ganze Stadt merkt. So oder ähnlich müssen sich zahlreiche Christen an diesem Wochenende in Berlin-Kreuzberg gefühlt haben. Denn der Teufelskreis der Gewalt am 1. Mai ist durchbrochen. In diesem Jahr hat es die geringsten Ausschreitungen seit 17 Jahren gegeben. So sehen es alle offiziellen Stellen der Hauptstadt... Woran lag es? Eine bessere Taktik der Polizei, vermehrte Straßenfeste und ein intensives Engagement von Christen verschiedener Denominationen in der Hauptstadt?... Trotzdem, es gab immer noch 250 Verletzte. Die Beter in Berlin wollen auch im nächsten Jahr wieder vor Ort sein und hoffen, dass es bald ganz friedlich bleibt am 1. Mai in Berlin-Kreuzberg.


"Freude über friedlichen 1. Mai", IdeaSpektrum, 5. Mai 2004:

Berliner Christen freuen sich über einen weithin friedlichen Verlauf des 1. Mai. Rund 750 Mitglieder evangelikaler Gemeinden hatten sich am Morgen des "Tags der Arbeit" zu einem Gebetskonzert auf dem Oranienplatz im Stadtteil Kreuzberg versammelt. ... Teils kniend beteten Christen für einen friedlichen Verlauf der Demonstrationen. "Christus bricht Teufelskreise auf", erklärte der Pastor der Baptistengemeinde Berlin-Kreuzberg, Matthias Linke, in einer Predigt. Linke ist auch einer der drei Vorsitzenden der Berliner Evangelischen Allianz. Bereits im vorigen Jahr hatten rund 500 Berliner Jugendliche ein Gebetskonzert zum 1. Mai gefeiert. In diesem Jahr konnten die Christen erstmals die Bühne eines Fests benutzen, mit dem der Stadtbezirk Kreuzberg am Maifeiertag für friedliche Stimmung sorgen wollte. "Als wir in diesem Jahr beim Bezirksamt anriefen und uns nach Gebetsanliegen erkundigen wollten, wurden wir auf die Bühne eingeladen", so der Geschäftsführer des christlichen Netzwerks "Gemeinsam für Berlin", Pfarrer Axel Nehlsen, gegenüber idea. Dies zeige, wie sehr das Bezirksamt die Unterstützung durch die Gebete schätze. Der Berliner Innensenator Erhard Körting (SPD) erklärte, dass die Gewalt in Kreuzberg zurückgegangen sei. Nehlsen: "Die Taktik der Polizei war erfolgreich; und unsere Gebet haben das Ihre dazu beigetragen."

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