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Christen in Berlin
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Katholiken und Protestanten kündigen Widerstand gegen Finanzkürzung im Religionsunterricht an
(Beitrag vom 13.05.2004)

Katholiken und Protestanten kündigen Widerstand gegen Finanzkürzung im Religionsunterricht an

Am 2. Juni 2004 rufen in einer ökumenischen Initiative in ganz Berlin die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und das Erzbistum Berlin zum "Tag der Hunderttausend" auf. Damit soll die Berliner Öffentlichkeit darauf aufmerksam gemacht werden, welche elementare und wesentliche Rolle der Religionsunterricht in unserer Stadt spielt.

Über hunderttausend Schülerinnen und Schüler nehmen derzeit am Religionsunterricht teil. Kürzt der Berliner Senat - so wie bislang beabsichtigt - weiter derart drastisch die Finanzierung dieses wichtigen Unterrichtes, dann ist damit faktisch der Anfang vom Ausstieg aus der bildungspolitischen Verantwortung eingeläutet.

Die evangelische Landeskirche und die katholische Kirche wollen an diesem Tag gemeinsam mit Schülern und Eltern sowie Lehrerinnen und Lehrern ihren Widerstand deutlich machen. Sie werden demonstrieren, was tatsächlich im Religionsunterricht gelehrt und gelernt wird.

Der Religionsunterricht wird von Lehrkräften erteilt, die dazu ausgebildet und von den Kirchen beauftragt worden sind. Die Anstellung von etwa 1.000 Religionslehrkräften (ev. und kath.) ist nur möglich, weil das Land Berlin einen Großteil der entstehenden Personalkosten übernimmt, dafür ist der Unterricht aber für alle Interessenten unabhängig von ihrer konfessionellen Bindung offen.

Der Bildungsauftrag der Kirchen in den Schulen dient dazu, Schülerinnen und Schüler mit religiösen Kompetenzen so auszustatten, dass sie etwas von dem Licht erfahren, das durch das Evangelium in unsere Welt gekommen ist, und Orientierung finden, damit sie unterscheiden lernen zwischen seriösen und gefährlichen religiösen Angeboten.

Berlin ist das einzige Bundesland, in dem es für den Religionsunterricht noch kein verbindliches Angebot gibt. Konfessionelle Schulen, Gemeinden, Kirchenkreise sowie einige Politikerinnen und Politiker Berlins haben ihre Unterstützung zugesagt.

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