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Christen in Berlin
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Thesenanschläge haben Familientradition / Peter Luther (CDU) demonstriert für den Erhalt des Religionsunterrichts
(Beitrag vom 09.06.2004)

Thesenanschläge haben Familientradition / Peter Luther (CDU) demonstriert für den Erhalt des Religionsunterrichts

Das Anschlagen von Thesen an einer Holztür ist für den ehemaligen Berliner Gesundheitssenator Peter Luther (CDU) eine Art Familientradition. Denn der Politiker ist in vierzehnter Generation Nachfahre des Wittenberger Reformators Martin Luther. Ehrensache, daß er einem Aufruf der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) und des katholischen Erzbistums Berlin folgte. Die beiden Kirchen luden am vergangenen Mittwoch zu einem Aktionstag für den Erhalt des Religionsunterrichts in der Hauptstadt ein - und vor dem Roten Rathaus, dem Sitz von Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD), nagelte Luther insgesamt 21 Thesen an eine dafür bereitgestellte Tür.

Der Hintergrund: Im Januar strich der aus SPD und PDS bestehende Berliner Senat den beiden großen Kirchen rund fünf Millionen Euro Zuschüsse für den Religionsunterricht. Das kirchliche Angebot an den Schulen wäre damit akut gefährdet. „Doch gerade eine säkularisierte Stadt wie Berlin hat den Religionsunterricht dringend nötig", erklärte der Berliner Bischof und EKD-Ratsvorsitzende Wolfgang Huber. Religiöse Bildung sei genauso wichtig wie Rechnen, Ethik genauso wichtig wie Englischunterricht. Schon seit Jahren treten die beiden großen Kirchen daher für die Schaffung eines Wahlpflichtbereichs mit den Fächern Ethik und Religion ein.

Doch der Berliner Senat ist für solche Wünsche scheinbar taub. Schon seit Jahren verfolgt die Landesregierung eine dezidiert anti-kirchliche Politik, die zuletzt im Verbot sämtlicher religiöser Symbole an Schulen, im Polizeidienst und bei der Justiz gipfelte.

Doch auch bei der Theologischen Fakultät der Humboldt-Universität und den Zuschüssen für Privatschulen kirchlicher Träger wurde gestrichen. Denn das Geld wird anderswo gebraucht: Wie kürzlich im Berliner Abgeordnetenhaus bekannt wurde, wird der atheistische „Humanistische Verband" zu mehr als 90 Prozent vom Staat finanziert - Zustände, von denen die Kirchen der Hauptstadt nur träumen können.

Benjamin Lassiwe

Foto: www.peter-luther.de

Weitere Informationen zur Finanzierung des Humanistischen Verbandes finden Sie hier

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