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Gedenkgottesdienst für die Opfer des Seebebens im Berliner Dom
(Beitrag vom 10.01.2005)

Gedenkgottesdienst für die Opfer des Seebebens im Berliner Dom

Mehr als 2000 Menschen haben am Sonntagnachmittag im Berliner Dom an einem ökumenischen Gottesdienst teilgenommen, um der mehr als 170.000 Toten zu gedenken, die durch das Seebeben in Südasien ums Leben gekommen sind. Auch vor der Kirche standen Hunderte im Berliner Lustgarten, um den Gottesdienst auf einer Videowand zu verfolgen. An dem Gottesdienst nahmen Angehörige der Flutopfer ebenso teil wir Bundespräsident Horst Köhler, Vertreter der Bundesregierung und der Opposition sowie zahlreiche Diplomaten aus den von der Flut betroffenen Staaten.

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Lehmann, und der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Bischof Wolfgang Huber, leiteten den Gottesdienst. In ihr Gebet bezogen sie die anwesenden Angehörigen der Flutopfer ein.

Bischof Huber und Kardinal Lehmann erinnerten in ihren Ansprachen angesichts der jüngsten Ereignisse an Schreckensbilder aus der Vergangenheit. Nicht zufällig werde deshalb jetzt von einem "apokalyptischen Ausmaß" der Katastrophe geredet, unterstrich Lehmann.

Mit großem Dank würdigten der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz und der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland die Leistungen der zahlreichen Helfer aus Deutschland. Aufopfernd sei das Handeln derer, die Tote identifizierten und ihnen damit ihren Namen, ihre Persönlichkeit und ihre Erinnerbarkeit wiedergeben, hob Huber hervor. Die Menschen rückten enger zusammen. "Nun haben wir auch die Chance, dass wir im Sozialen und Humanitären globaler denken und empfinden", meinte der Kardinal.

Huber ging auch auf die Zweifel vieler Menschen an der Liebe Gottes ein. "Niemand verbietet uns die Frage nach dem Warum, die auch von Jesus selbst gestellt wurde: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Angesichts des Ausmaßes der Katastrophe sind wir in unserer Seele, in unserer Zuversicht, in unserer Hoffnung, in unserem Glauben angefochten. Gott scheint verborgen hinter dieser Welle. Darum wollen wir in dieser Stunde auch dies tun: Gott bitten, dass er uns stärkt und hält und tröstet in unserem Glauben, und uns Mit und Kraft gibt, weiterhin zu helfen."

Foto: Phuket/Khao Lak; Bildrechte: © Malteser Hilfsdienst e.V., Köln

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