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Christen in Berlin
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PETA provoziert mit "Live-Kreuzigung" / Aktionskünstler Benjamin Schmidt missbraucht und verhöhnt christliche Symbole
(Beitrag vom 23.03.2005)

PETA provoziert mit

Laut Pressemitteilung der Tierrechtsorganisation PETA plant die international umstrittene Organisation für den morgigen Gründonnerstag auf dem Breitscheidplatz vor dem Portal der Gedächtniskirche eine "Live-Kreuzigung".

Der Aktionskünstler Benjamin Schmidt wird dabei eine Schweinemaske und eine Dornenkrone aus Stacheldraht tragen und "sein eigenes Blut aus den Adern tropfen lassen". An dem Kreuz wird eine Tafel mit der Inschrift "SchweINRI" angebracht sein.

Die Aktion findet am 24. März 2005, 12.00 Uhr, statt.

Erst vor zwei Monaten verurteilte das Amtsgericht Stuttgart die Tierrechtler wegen Volksverhetzung zu 6.000 Euro Geldstrafe. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass die Organisation mit einer Anti-Fleisch-Kampagne gegen Legebatterien den Holocaust verharmlost habe. Die Werbekampagne "Der Holocaust auf Ihrem Teller" setzte die Haltung von Hühnern in Käfigen mit KZ-Häftlingen gleich, so die Ansicht des Gerichtes. PETA hat angekündigt, Berufung gegen das Urteil einzulegen.

Zuvor hatte bereits der Zentralrat der Juden per einstweiliger Verfügung vor dem Berliner Landgericht eine Einstellung der Kampagne erwirkt. Auch zahlreiche Anti-Rassismus-Initiativen hatten sich gegen die Instrumentalisierung der Holocaust-Opfer für Werbezwecke gewandt. "Auch wenn der Protest gegen die industrielle Haltung und Verwertung von Tieren dringend notwendig ist, heiligt der Zweck in diesem Fall nicht die Mittel", so die Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (ASF).
Der vollständige Text der Presseerklärung steht im Internet auf der Homepage von PETA www.JesusVeg.de

Nachtrag (24.3.05): Die geplante Aktion fand heute unter Polizeischutz, aber ohne größere Zwischenfälle abseits der Gedächtniskirche - und somit nicht am Portal der Kirche - statt. Lediglich einmal griffen die Ordnungshüter ein, als ein offensichtlich Obdachloser mit Zwischenrufen ("Ihr wisst gar nicht was ihr da macht! Ihr provoziert Jesus!") die als Fototermin angekündigte "Kreuzigung" unterbrach. Ansonsten quittierten viele Passanten das Geschehen mit Kopfschütteln und Unverständnis. Auch das geplante Schild mit der Inschrift "SchweINRI" wurde nach Polizeiaussagen wegen des möglichen Beleidigungstatbestandes "in gegenseitigem Einvernehmen" nicht ans Kreuz genagelt. Ein Sprecher von PETA vertrat hingegen die Auffassung, das Anbringen wurde ihnen "polizeilich untersagt".

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