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Christen in Berlin
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In Berlin entsteht ein Kulturbüro der EKD / Kirche beruft Petra Bahr zur Kulturbeauftragten
(Beitrag vom 09.05.2005)

In Berlin entsteht ein Kulturbüro der EKD / Kirche beruft Petra Bahr zur Kulturbeauftragten

Der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) hat Petra Bahr zur ersten hauptamtlichen Kulturbeauftragten berufen. Ab dem 1. Januar des kommenden Jahres wird die 38-jährige Theologin ein Kulturbüro in Berlin aufbauen. Von dort wird die Kulturbeauftragte Begegnungen zwischen Kirche, Künsten und Kulturorganisationen initiieren und das kulturelle Engagement der Gliedkirchen unterstützen. Die evangelische Kirche will auf diesem Weg die kulturelle Präsenz des Protestantismus stärken.

„Kultur ist der Spielraum der Freiheit“, zitiert die künftige Beauftragte den Theologen Dietrich Bonhoeffer. Literatur, Theater, Bildende Künste oder in der Musik thematisierten die Grundfragen des Lebens auf eigensinnige, manchmal irritierende, manchmal brüskierende oder einfach spielerische Weise. Deshalb lohne es sich, die Entwicklungen und Aufbrüche in den verschiedenen kulturellen Wirklichkeiten genau wahrzunehmen. Das rege die Kirche zu einer eigenen Sprache der Künste an, die den christlichen Glauben zeitgemäß zum Ausdruck bringe, ergänzt die künftige Kulturbeauftragte. Der christliche Glaube brauche ein eigenes Verständnis der Kultur in der Gegenwart, er müsste aber auch eine eigene, unverbrauchte Sprache der Künste finden, mit der er in die Gegenwart wirke.

Petra Bahr, seit 2000 theologische Referentin an der Forschungsstätte der evangelischen Studiengemeinschaft in Heidelberg, war am Konsultationsprozess „Protestantismus und Kultur“ der EKD beteiligt und hat seine Ergebnisse ausgewertet, aus denen die Denkschrift „Räume der Begegnung“ hervorgegangen ist. Sie diskutiert auf Theaterfestivals, Literaturtagen und bei Ausstellungen mit Künstlern und Kulturschaffenden und vertritt leidenschaftlich eine „Theologie für Nichttheologen“.

„Kirche und Theologie stehen vor der Herausforderung, den christlichen Glauben in die kulturellen Konfliktlagen der Gegenwart einzuspielen“, sagt die künftige Kulturbeauftragte, die nach dem Studium der Theologie, Philosophie und Literaturwissenschaften eine journalistische Ausbildung absolvierte.

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