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Christen in Berlin
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Ethikunterricht verdrängt Religionsunterricht an Berliner Schulen / Rückgang der Teilnehmer in der 7. Jahrgangsstufe
(Beitrag vom 07.09.2006)

Ethikunterricht verdrängt Religionsunterricht an Berliner Schulen / Rückgang der Teilnehmer in der 7. Jahrgangsstufe

Im Schuljahr 2006/2007 nehmen 6.262 Schülerinnen und Schüler der siebten Klassen am konfessionellen Religionsunterricht der Evangelischen Kirche und des Erzbistums Berlin teil. 5.044 Schüler besuchen in diesem Schuljahr den evangelischen Religionsunterricht, 1.218 den katholischen.

Durch die Einführung des staatlichen Ethikunterrichts ist die Anzahl der Teilnehmer am Religionsunterricht im Vergleich zum Vorjahr um ein Viertel zurückgegangen. Im Schuljahr 2005/2006 hatten 8.471 Schülerinnen und Schüler der siebten Jahrgangsstufe teilgenommen. Die Zahlen beruhen auf einer aktuellen Auswertung von Rückmeldungen der Religionslehrkräfte.

Die neuen Teilnehmerzahlen zum Religionsunterricht belegen deutlich den Zusammenhang zwischen der Einführung eines staatlichen Monopolfaches für Wertevermittlung und der Zurückdrängung des Religionsunterrichts.

Schülerinnen und Schüler haben nach dem in diesem Frühjahr eingeführten Berliner Schulgesetz keine Möglichkeit, statt des Ethikunterrichts den Religionsunterricht zu besuchen. In keinem anderen Bundesland werden junge Menschen gezwungen, an einem staatlichen Ethikunterricht
teilzunehmen, ohne stattdessen einen Werte vermittelnden Unterricht der Kirchen oder anderer Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften wählen zu können.

Bischof Wolfgang Huber und Georg Kardinal Sterzinsky sprachen den Schülerinnen und Schülern ihren großen Respekt aus, die am konfessionellen Religionsunterricht teilnehmen und damit eine Doppelbelastung ertragen, die das Abgeordnetenhaus von Berlin und der Berliner Senat hätten verhindern können.

"Wie halten Sie es mit dem Religionsunterricht?"

Die Evangelische Kirche und das Erzbistum Berlin fordern weiterhin die Einrichtung eines Wahlpflichtbereichs, in dem Schülerinnen und Schüler zwischen Ethik und Religion als gleichberechtigten Unterrichtsfächern wählen können.

Damit die Wählerinnen und Wähler, denen Religionsunterricht ein wichtiges Anliegen ist, bei den bevorstehenden Berliner Abgeordnetenwahlen das Kreuz an der richtigen Stelle machen können, wurden die Direktkandidatinnen und -kanditaten gebeten, ihre Position zum Religionsunterricht darzulegen. 92 der 390 Angefragten haben auf die Frage "Wie halten Sie es mit dem Religionsunterricht?" geantwortet. Die Stellungnahmen finden Sie auf der Webseite der EKBO.

Mehr Informationen zum Religionsunterricht in Berlin finden Sie hier.


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