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Christen in Berlin
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Kirchenleitung kritisiert vorgesehene Ladenöffnung an zehn Sonntagen: "Adventssonntage müssen Tage der Ruhe bleiben"
(Beitrag vom 24.10.2006)

Kirchenleitung kritisiert vorgesehene Ladenöffnung an zehn Sonntagen:

Die Kirchenleitung der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) hat die vom Berliner Senat und dem Rat der Bürgermeister vorgesehene Ladenöffnung an bis zu zehn Sonntagen im Jahr scharf kritisiert. Der Sonntagsschutz sei durch Artikel 140 des Grundgesetzes garantiert und könne nicht durch eine Änderung des Ladenschlussgesetzes zur Disposition gestellt werden, stellt die Kirchenleitung unmissverständlich fest.

Aus Sicht der evangelischen Kirche ändert der jetzige Gesetzentwurf die bestehende Gesetzeslage wesentlich und kehrt den besonderen Schutz des Sonntags in die völlige Freigabe um. Diese Änderung sei aus Sicht der Kirchenleitung "keineswegs hinnehmbar".

"Durch die in Berlin vorgesehenen erweiterten Ladenöffnungen am Sonntag werden Menschen nur noch zu Konsumenten gemacht", so Bischof Wolfgang Huber. "Eine Stadt, die zehn Sonntage für den Kommerz freigeben will, zeigt, dass die Wertedebatte keinen Rang für sie hat. Bei solchen Entscheidungen wird offenkundig nicht mehr danach gefragt, welches Maß an gemeinsamer Zeit Menschen für ihr Miteinander brauchen."

Bischof Wolfgang Huber und Erzbischof Georg Kardinal Sterzinsky hatten sich in einem gemeinsamen Schreiben bereits an den Regierenden Bürgermeister und die Mitglieder des Berliner Senats gewandt und auf eine Änderung der Gesetzesvorlage gedrungen.

Das Abgeordnetenhaus von Berlin wird sich dem Vernehmen nach mit dem Thema auf seiner konstituierenden Sitzung am 26. Oktober 2006 befassen.

Die jetzt vorgesehene Gesetzesänderung war nicht Gegenstand der Anhörung zu diesem Thema im August dieses Jahres. Eine Verabschiedung des Gesetzes in dieser Fassung würde nach Auffassung der EKBO somit auch die Pflicht des Gesetzgebers zur vorherigen Anhörung eklatant verletzen.

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