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Christen in Berlin
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"Wer betet, verliert die Gleichgültigkeit": Rund 8.000 Teilnehmer beim Kongress christlicher Bewegungen "Miteinander für Europa" in Stuttgart
(Beitrag vom 18.05.2007)

Repräsentanten verschiedener christlicher Kirchen haben die rund 8.000 Teilnehmer des internationalen christlichen Kongresses "Miteinander für Europa" aufgerufen, einen persönlichen Beitrag zur Einheit der Christen zu leisten. An der Großveranstaltung in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle in Stuttgart nahmen Vertreter von mehr als 240 christlichen Bewegungen und Gemeinschaften teil - außerdem etwa 40 Bischöfe verschiedener Konfessionen sowie mehr als 2.500 Christen aus dem Ausland.

Nach Ansicht von Kardinal Walter Kasper, Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, fange Gott auch durch die christlichen Gemeinschaften an, ein neues Europa zu bauen. Es gehe jedoch nicht um eine neue Kirche oder ein neues Evangelium, sondern um eine neue Art, Kirche zu sein und das Evangelium zu leben.

Ulrich Parzany, Prediger der missionarischen Initiative Pro Christ und Mitinitiator des Treffens, rief die versammelten Christen zur Überwindung gegenseitiger Vorurteile auf. Christen müssten mehr das Gemeinsame betonen gegenüber den Unterschieden in Lehre und Glaubenspraxis. Dann könnten Christen auch einen Beitrag zur europäischen Einheit leisten als Gegenpol zu trennenden wirtschaftlichen, ethnischen, kulturellen und konfessionellen Prägungen und Interessen.

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber, würdigte in seiner Kurzansprache die Frömmmigkeit und soziale Praxis vieler christlicher Gemeinschaften und bezeichnete die neuen Bewegungen als wichtige Gefährten für die Kirchen. Denn für eine Haltung der Solidarität sei das Gebet unerlässlich: "Wer betet, verliert die Gleichgültigkeit gegenüber den Nöten der Welt, wer betet akzeptiert keinen hoffnungslosen Fall", so Landesbischof Wolfgang Huber.

Die Initiative für den Europatag "Miteinander für Europa" entstand 1999 und verbindet evangelische, katholische, anglikanische und orthodoxe Christen ebenso wie Mitglieder von Freikirchen und neuen Gemeinden. Vor drei Jahren fand die erste Veranstaltung "Miteinander für Europa" ebenfalls in Stuttgart statt. Zum Leitungs- und Trägerkreis gehören u.a. die Fokolar-Bewegung, Campus für Christus, die Geistliche Gemeinde-Erneuerung in der evangelischen Kirche (GGE), die Gemeinschaft Sant´Egidio, die Jesus-Bruderschaft, das Ökumenische Lebenszentrum Ottmaring, die Schönstatt-Bewegung, Jugend mit einer Mission (JMEM), die Freie Christliche Jugendgemeinschaft Lüdenscheid (FCJG), die Christusbruderschaft Selbitz, Alpha Deutschland und der CVJM München, Stuttgart und Esslingen.

Aus Berlin waren u.a. die Gemeinschaft Chemin Neuf, der CVJM Berlin, die Gemeinschaft Brot des Lebens und das ökumenische Netzwerk Gemeinsam für Berlin beteiligt. Das christliche Netzwerk aus der Hauptstadt war sowohl beim Europatag als auch beim zweitägigen Vorkongress thematisch beteiligt: In einem Kurzinterview über Projekte "zum Wohl der Stadt" erläuterte Henriette von Wulffen, die Leiterin der Christlichen Freiwilligenagentur, die Arbeitsweise der seit eineinhalb Jahren bestehenden Einrichtung. Beim Forum "Vision Stadt - lebenswert, liebenswert, bewohnbar" stellten Pfarrer Axel Nehlsen in einem Impulsreferat die Gesamtvision von GfB vor.

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