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Christen in Berlin
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Ökumenischer Gottesdienst für die bedrängten Christen im Irak
(Beitrag vom 21.11.2008)

Ökumenischer Gottesdienst für die bedrängten Christen im Irak

Immer wieder ist den deutschen Medien von Gräueltaten an Christen im Irak und Vertreibungen aus ihrer Heimat zu hören und zu lesen. Wiederholt sind in Bagdad und Mossul Kirchen Ziele von Bombenanschlägen geworden, Priester wurden ermordet und Gemeindemitglieder entführt.

Seit der Entführung und Ermordung von Erzbischof Faraj Raho im März diesen Jahres sowie der einen Monat später erfolgten Erschießung des syrisch-orthodoxen Priesters Jossef Adel sind nun auch besonders die in Mossul und Umgebung lebenden Christen existentiell bedroht.

Bei den Freitagsgebeten in den Moscheen rufen Imame immer wieder zur Verfolgung von Christen und Juden auf. Autos mit Megaphon fuhren durch Mossuls Straßen. Aus ihren Lautsprechern ertönten Drohungen, die die Christen vor die Wahl stellten: Übertritt zum Islam oder Tod. Als Ausweg bleibt ihnen nur die Flucht aus der Stadt.

Der Erzbischof der chaldäischen Kirche, Louis Sako, berichtet, dass sich die Situation dramatisch zugespritzt hat: Innerhalb einer Woche sind zwölf Gemeindemitglieder wahllos ermordet worden, drei Häuser wurden in Brand gesteckt oder zerstört. Mehr als 2.300 christliche Familien sind aus Mossul in die umliegenden Dörfer geflogen, täglich werden es mehr. Seit dem Sturz Saddam Husseins durch die US-Militärs sind mehr als 400.000 Christen aus dem Irak geflohen - fast die Hälfte der 800.000 Christen, die noch unter dem Saddam-Regime im Irak lebten.

Die Syrisch-Orthodoxe Gemeinde von Antiochien in Berlin möchte auf das Schicksal der orientalischen Christen aufmerksam machen und lädt zusammen mit der Apostolischen Kirche des Ostens und der Chaldäisch-Katholischen Kirche zu einem ökumenischen Gottesdienst für die bedrängten Christen im Irak ein. In dem Gottesdienst soll derer gedacht werden, die ihres Glaubens wegen verfolgt oder getötet worden sind oder aus ihrer Heimat fliehen mussten. Gleichzeitig möchten die Veranstalter an die Verantwortlichen in der Politik appellieren, einen Weg zu finden, die Sicherheit der Christen in ihren Heimatstädten zu gewährleisten.

Ort: St. Matthias, Auf dem Winterfeldplatz, Berlin-Schöneberg
Zeit: 14. Dezember 2008, 15 Uhr

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