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Volkstrauertag: Gedenkfeier für NS-Zwangsarbeiter auf Berliner Friedhöfen
(Beitrag vom 10.11.2011)

Volkstrauertag: Gedenkfeier für NS-Zwangsarbeiter auf Berliner Friedhöfen

Die Arbeitsgemeinschaft NS-Zwangsarbeit Berliner Kirchengemeinden und die amtierende Generalsuperintendentin des Sprengels Berlin, Isolde Böhm, laden zu einer Gedenkfeier für die NS-Zwangsarbeiter auf Berliner Friedhöfen ein am Sonntag, dem 13. November 2011, 16.00 Uhr auf den Friedhof der Jerusalems- und Neuen Kirchengemeinde, Hermannstraße 84-90 (U-Bahnhof Leinestraße oder S-Bahnhof Hermannstraße).

An der Gestaltung der Feier wirken Schülerinnen und Schüler der Evangelischen Schule Neukölln mit. Sie werden aus Texten lesen, in denen Nikolai F. Galushkov seine Erfahrungen festgehalten hat. Nikolai F. Galushkov stammte aus der besetzten Sowjetunion und arbeitete als Zwangsarbeiter während des Zweiten Weltkrieges auf dem Friedhof der Gethsemane-Gemeinde.
Vor der Feier ab 15.00 Uhr und im Anschluss an diese besteht bis 18.00 Uhr Gelegenheit, die Ausstellung über das Lager der Kirche im Pavillon auf dem St. Thomas Friedhof zu besuchen, Hermannstraße 179-184, schräg links gegenüber dem Ort der Gedenkfeier.

Die Gedenkfeier wird in zwei Stationen bis zum ehemaligen Lagerstandort am äußersten Ende des Friedhofs führen. Sie beginnt mit der Sammlung um einen Findling am Eingang des Friedhofes. Gemeinden, die Zwangsarbeiter aus dem Friedhofslager eingesetzt hatten, legen dort „Steine der Erinnerung“ nieder. In dieser Weise entsteht das Bild einer gemeinsamen Verantwortung für das begangene Unrecht. Nach der Feier werden die Steine wieder zurück in die Gemeinden gegeben, denn dort soll die Erinnerung das Jahr über präsent sein im Gottesdienst und in der Jugendarbeit.

Jährlich am Volkstrauertag wird zu der Gedenkfeier auf dem Friedhof der Jerusalems- und Neuen Kirchengemeinde eingeladen, um an die NS-Zwangsarbeiter der Berliner Kirche und die Verstrickung der evangelischen Kirche in das System der NS- Zwangsarbeit zu erinnern. Auf dem Friedhof mussten von 1942 bis 1945 über hundert Zwangsarbeiter aus der besetzten Sowjetunion in einem Barackenlager unter lebensbedrohlichen Bedingungen leben. Sie waren in ganz Berlin auf kirchlichen Friedhöfen und auf einem städtischen Friedhof in Neukölln eingesetzt.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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