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Einweihung des neuen Wohnheimes für Obdachlose der Berliner Stadtmission in Reinickendorf
(Beitrag vom 08.07.2014)

Einweihung des neuen Wohnheimes für Obdachlose der Berliner Stadtmission in Reinickendorf

Anfang Juli wird das Wohnheim der Berliner Stadtmission für obdachlose Menschen in der Kopenhagener Straße 29 offiziell eingeweiht. Bereits zu Jahresbeginn hat die Berliner Stadtmission das Wohnheim übernommen und bietet derzeit 115 Plätze für Bewohnerinnen und Bewohner vor Ort mit Betreuung und Beratung an.

Das Wohnheim war zuvor in der Trägerschaft des Bezirksamtes Reinickendorf von Berlin. Es wurde 1989 gebaut und seit 1992 als freundlicher heller Bau mit viel Grün als Einrichtung des Bezirks zur Unterbringung von wohnungslosen und alleinstehenden Menschen genutzt. Die zentral gelegene und sehr gut ausgestattete Einrichtung wird nach dem „Allgemeinen Sicherheits- und Ordnungsgesetz“ als ASOG–Einrichtung betrieben.

Das Wohnheim Kopenhagener Straße verfügt über ein großzügiges Raumangebot. Die Unterbringung der Bewohner erfolgt überwiegend in Einzelzimmern. Darüber hinaus stehen einige Doppelzimmer zur Verfügung. Gemeinsame Dusch- bzw. Badezimmerbereiche sind jeweils für die Bewohner vorhanden. Eine große Ess- und Wohninsel, zwischen den Wohnräumen gelegen, ermöglicht Begegnungen und gemeinsame Aktionen. Ein großer Veranstaltungssaal, mehrere Gruppenräume im Erdgeschoss und Werkräume im Keller bieten großzügige Nutzungsmöglichkeiten.

Das Angebot richtet sich an erwachsene Männer und Frauen, die von akuter oder auch schon länger bestehender Wohnungslosigkeit betroffen sind. Bei vielen Bewohnern haben bisherige Integrationsmaßnahmen nicht zu einem eigenständigen und eigenverantwortlichen Wohnen geführt. Etliche können oder wollen nach eigener Einschätzung der persönlichen Ressourcen, Verhaltensweisen und gesundheitlichen Einschränkungen intensivere sozialpädagogische betreute Wohnformen nicht in Anspruch nehmen. Die Berliner Stadtmission möchte den Bewohnern im Wohnheim gezielte Hilfestellung bei der Überwindung von Lebenskrisen entsprechend der jeweils zur Verfügung stehenden Möglichkeiten geben.

Obdachlose Menschen sind aufgrund ihrer Lebensbedingungen besonders sensibel und brauchen eine Begegnung auf Augenhöhe. Meist sind auch alle sozialen Kontakte zur Familie oder zu Freunden lange abgebrochen. Im Wohnheim werden unter der Trägerschaft der Berliner Stadtmission soziale Kontakte wieder hergestellt und erhalten. Auch die Annahme von gesundheitlichen Hilfen ist angedacht, denn seit Jahren steigt die Zahl von obdachlosen Menschen, die psychische Erkrankungen haben.

Im Jahr 2009 wurde das Wohnheim zur Nutzung durch Dritte ausgeschrieben und die Berliner Stadtmission hat mit ihrem Konzept zur Betreuung wohnungsloser Menschen überzeugt. Mit diesem Wohnheim ist die Berliner Stadtmission mit einem diakonischen Angebot nun auch im Bezirk Reinickendorf vertreten. Missionarisch gibt es bereits eine 75-jährige Tradition im Bezirk. Die Stadtmissionsgemeinde Tegel führt im Billerbecker Weg ein offenes Haus mit vielerlei Aktivitäten und lädt zu Gottesdiensten ein.

Leiterin des Wohnheims ist Diplom-Sozialarbeiterin/Pädagogin Susanne Grille, die zuvor fünf Jahre lang in der City-Station, einem Restaurant mit Beratung und Seelsorge sowie einer angeschlossenen Wohnhilfe der Berliner Stadtmission in der Nähe vom Kurfürstendamm tätig war.

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