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Israelsonntag am 24. August 2014: Bischof Dröge ruft Gemeinden auf, Antisemitismus entgegenzutreten
(Beitrag vom 22.08.2014)

Israelsonntag am 24. August 2014: Bischof Dröge ruft Gemeinden auf, Antisemitismus entgegenzutreten

Der Israelsonntag, der am 24. August 2014 gefeiert wird, steht in diesem Jahr für die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz im Zeichen des christlich-jüdischen Dialogs und des neu aufflammenden Antisemitismus. Bischof Dr. Markus Dröge hat aus diesem Anlass die Kirchengemeinden aufgerufen, diesen Sonntag zu nutzen, um jeglicher Form von Antijudaismus, Antisemitismus und Rassismus entgegenzutreten.

In dem Aufruf an alle Kirchengemeinden heißt es: „Antisemitismus lässt sich durch nichts begründen oder rechtfertigen. Daher ist es auch nicht tolerierbar, wenn versucht wird, ihn im Zusammenhang einer Kritik an der aktuellen Politik Israels wieder salonfähig zu machen.
Die evangelische Theologie hat sich in der Vergangenheit schuldig gemacht durch ihre Feindseligkeit gegenüber dem Judentum. In der Grundordnung unserer Kirche erinnern wir uns an die Schuld der Kirche an der Ausgrenzung und Vernichtung jüdischen Lebens. Gerade deshalb haben wir dafür einzustehen, dass Antisemitismus keine neue Heimat findet: nicht in unserer Gesellschaft und nicht in unserer Kirche.“

Der Israel-Sonntag erinnere daran, so Bischof Dröge weiter, „dass Christinnen und Christen in der Gründung des Staates Israel im Jahr 1948 ein Zeichen der Treue Gottes zu seinem Volk erkennen und zu einer grundsätzlichen Solidarität mit dem Staat Israel gerufen sind. Dazu gehört eine verantwortliche und auch kritische Begleitung der Politik Israels.“ Die Feier des Israelsonntags stehe nicht in Konkurrenz zu der Verbundenheit mit den christlichen Geschwistern im Nahen Osten – insbesondere zu der Partnerkirche, der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Jordanien und im Heiligen Land.

Der Israelsonntag wird in der evangelischen Kirche immer an einem fest stehenden Sonntag im Kirchenjahr, dem 10. Sonntag nach Trinitatis, gefeiert. Der Termin steht in zeitlicher und inhaltlicher Nähe zum jüdischen Fastentag am 9. Aw. Beide Tage gedenken der Zerstörung Jerusalems durch Kaiser Titus im Jahr 70 nach Christus. Für evangelische Christen in Deutschland ist der Israelsonntag heute ein Tag der kritischen Selbstreflexion und Neubesinnung auf die gemeinsamen Wurzeln, die Christen und Juden verbinden.

Am Sonntag, dem 24. August 2014, predigt Rabbiner Dr. Andreas Nachama um 10 Uhr in der Phi­lippuskirche, Stierstraße 17-19, 12159 Berlin. Der Landesrabbiner von Niedersachsen, Jonah Sievers, wird um 10 Uhr im Berliner Dom Am Lustgarten, 10178 Berlin, die Predigt halten. Bereits am Samstag, dem 23. August 2014, 21 Uhr, findet in der Gethsemanekirche, Stargarder Str. 77, 10437 Berlin, eine Veranstaltung mit der jüdischen Kantorin Jalda Rebling und Pfarrer Christian Zeiske statt.

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