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Christen in Berlin
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Solidaritäts- und Gebetsaufruf des Ökumenischen Rats Berlin-Brandenburg zur Lage im Nahen Osten
(Beitrag vom 10.10.2014)

Solidaritäts- und Gebetsaufruf des Ökumenischen Rats Berlin-Brandenburg zur Lage im Nahen Osten

Wir, die Mitgliedskirchen im Ökumenischen Rat Berlin Brandenburg, beobachten mit großer Sorge die Entwicklungen im Nahen und Mittleren Osten. Die zunehmende Welle menschenverachtender Gewalt, die ganze Volksgruppen und religiöse Minderheiten zur Flucht zwingt, veranlasst uns unsere Stimme zu erheben. Zahlreiche schockierende Zeugnisse aus den betroffenen Regionen erreichen uns über viele unserer Mitgliedskirchen.

Vor den Augen der Weltöffentlichkeit verübt die Terrororganisation ISIS - seit kurzem auch "Islamischer Staat" genannt - Verbrechen und Gräueltaten ungeahnten Ausmaßes gegen alle, die ihre Auffassung vom Islam nicht teilen. Unschuldige Familien und besonders Kinder werden zu Opfern fanatischer religiöser Gewalt. Wo über Jahrhunderte hinweg Christen, Muslime und Vertreter anderer Religionen in Frieden koexistierten, erleben wir heute ethnische und religiöse "Säuberungen" von historischem Ausmaß. Menschen, die ihren Glauben frei ausüben konnten, werden unter Androhung und Einsatz von Folter zur Konversion gezwungen. Das Leben der Christen im Nahen und Mittleren Osten, die diesen Teil unserer Welt maßgeblich geprägt haben, steht vor der Auslöschung. Dieser Krieg gegen die Menschlichkeit bedroht nicht nur die betroffenen Regionen, sondern gefährdet zunehmend den Weltfrieden.

Der ÖRBB solidarisiert sich nicht nur mit den zahllosen Opfern vor Ort, sondern auch mit jenen Mitgliedskirchen, die sich seit geraumer Zeit der Herausforderung stellen, Flüchtlinge aufzunehmen und zu unterstützen. In dieser für uns alle kritischen Zeit sehen wir uns als ÖRBB verpflichtet, unseren Glaubensgeschwistern in Gebet und Tat beizustehen. Dabei wollen wir nicht nur unsere Kirchen für gemeinsame Gottesdienste, sondern auch unsere Herzen öffnen und helfen, wo immer Hilfe benötigt wird.
Wir rufen die Mitglieder unserer Kirchen, aber auch alle Menschen guten Willens in Berlin und Brandenburg auf, den hier ankommenden Flüchtlingen eine sichere Heimat zu geben.

Wir rufen auf, allen Opfern von Gewalt und Verfolgung Solidarität zu zeigen und humanitäre Hilfe zu geben.
Wir rufen die Verantwortlichen in der Politik auf, sich aktiv für den Schutz religiöser und ethnischer Minderheiten im Nahen Osten und weltweit einzusetzen und alle geeigneten Maßnahmen zu ergreifen, um die Opfer der Menschenrechtsverletzungen zu schützen.
Wir rufen auf, im Gebet für den Frieden nicht nachzulassen.

GEBET
Herr Jesus Christus, Du hast gesagt, " Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan." (Mt. 25,40)
Wir bitten Dich für unsere Geschwister im Glauben und alle, die wegen ihres Glaubens verfolgt werden, insbesondere in Syrien und im Irak. Beschütze sie, stärke sie in ihrem Leid und lass sie Deine Nähe spüren. Sei du ihre Hoffnung.
Wir bitten Dich für jene, die andere verfolgen und bedrängen. Weite ihre Herzen im Geiste von Respekt, Achtung und Toleranz. Lehre sie Güte und Menschlichkeit.
Wir bitten Dich für uns. Lass uns dich in den Notleidenden erkennen. Bewege uns, sie bei uns willkommen zu heißen. Schenke uns die Freude zu dienen.
Amen.

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