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Der Völkermord an den Armeniern: Bußgottesdienst, Seminartag, offizielles nationales Gedenken und Demonstration
(Beitrag vom 04.03.2015)

Der Völkermord an den Armeniern: Bußgottesdienst, Seminartag, offizielles nationales Gedenken und Demonstration

Vor 100 Jahren, am 24. April 1915, ließ die jungtürkische Regierung fast die gesamte armenische Oberschicht in Konstantinopel (dem heutigen Istanbul) verhaften und deportieren. Die über 2.000 armenische Politiker, Künstler, Journalisten und Unternehmer wurden später ermordet. In den folgenden Monaten trieben türkische Sicherheitsorgane fast alle Armenier des Osmanischen Reiches in Lagern zusammen. Viele wurden auf Todesmärsche in die syrische Wüste geschickt, verhungerten oder gingen an Krankheiten zugrunde. Rund 1,5 der zwei Millionen türkischen Armenier starben. Auch Hunderttausende Aramäisch sprechende sowie griechisch-orthodoxe Christen wurden vertrieben und ermordet. Das Deutsche Kaiserreich als Verbündeter der Türkei schaute aus militärstrategischen Interessen dem Völkermord untätig zu.

Diese deutsche Mitverantwortung soll bei einem Ökumenischen Bußgottesdienst am 29. März um 18 Uhr in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in den Mittelpunkt gestellt werden. Verantwortet wird der Gottesdienst von der gastgebenden Kirchengemeinde, dem Diözesanrat der Katholiken und Gemeinsam für Berlin. Die Predigt hält Pfarrer Philip Kiril Prinz von Preußen. Auch der armenische Erzbischof Kerkin Bekdjian hat sein Kommen zugesagt. Im Anschluss an den Gottesdienst findet ein Empfang statt, der von der Armenischen Kirchengemeinde mit ausgerichtet wird.

Bereits am 28. März von 15.30 -19.00 Uhr veranstaltet Gemeinsam für Berlin in der Christuskirche in Mitte einen Seminartag, bei dem es um die Mitschuld Deutschlands an dem Völkermord geht. Pfarrer Swen Schönheit referiert zum Thema „Die rückwirkende Bitte um Vergebung – eine biblische Sichtweise“. Außerdem werden armenische Nachkommen von Überlebenden des Völkermordes interviewt.

Am 23. April – ein Tag vor dem eigentlichen Gedenktag – findet um 19 Uhr im Berliner Dom das offizielle nationale Gedenken an den Völkermord an den Armeniern, Syrern und Pontusgriechen statt.

Ein Tag nach dem Gedenktag findet dann eine Demonstration in Berlin statt. In dem Aufruf der "Jungen Armenier" heißt es: "Wir rufen Euch alle – ob Armenier, Aramäer/Assyrer, Pontosgriechen oder Menschen guten Willens – im 100. Gedenkjahr des Genozids an den Armeniern dazu auf, mit uns gemeinsam an der Demonstration „Genozid 1915 – Initiative Deutschland“ teilzunehmen". Die Demonstratin ist am Samstag, dem 25. April 2015. In Berlin.

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