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Kältehilfe-Saison 2015/2016: Diakonie und Caritas ziehen Bilanz
(Beitrag vom 06.04.2016)

Kältehilfe-Saison 2015/2016: Diakonie und Caritas ziehen Bilanz

Noch nie gab es so viele Schlafplätze für Obdachlose in der Berliner Kältehilfe, wie in dieser Saison: Insgesamt gab es ca.105.000 Übernachtungen obdachloser Menschen. In diesem Jahr waren 35 Angebote vertreten, davon 22 Notübernachtungen und 13 Nachtcafés. Durchschnittlich standen pro Nacht 226 Plätze mehr zur Verfügung als im Vorjahr. Das waren im Durchschnitt 760 Plätze pro Nacht, an Spitzentagen sogar bis zu 836 Plätze. Das erklärten Caritas-Direktorin Ulrike Kostka, Diakonie-Direktorin Barbara Eschen und Herbert Spindler vom Nachtcafé Zum Guten Hirten auf der Pressekonferenz zum Abschluss der Kältehilfe-Saison 2015/2016.

„Immer mehr Menschen sind obdachlos", so Caritas-Direktorin Ulrike Kostka. "Wir gehen inzwischen von mindestens 3000 Menschen auf der Straße aus. In unserer Caritas-Ambulanz für Wohnungslose am Bahnhof Zoo stiegen die Behandlungszahlen um ein Drittel, auch die Behandlungszahlen des Caritas-Arztmobils sind stark angestiegen. Insgesamt wollen wir heute aber ein positives Fazit ziehen. Die Appelle der Wohlfahrtsverbände und Träger wurden diesmal gehört. Dies gilt sowohl für eine funktionierende Trennung von Kältehilfe und Flüchtlingshilfe wie auch für den notwendigen Ausbau der Kapazitäten.“

„Die Berliner Kältehilfe ist ein einzigartiges System, das durch seine Vielfalt besticht", ergänzte Diakonie-Direktorin Barbara Eschen auf der Pressekonferenz und fügte hinzu: "Wir brauchen große Träger wie bei der Diakonie die Berliner Stadtmission, die von den 760 Plätzen 288 anbieten konnten, genauso wie kleinere Einrichtungen und die vielen kleinen Nachtcafés. Entscheidend dafür ist die Finanzierung. Die Senatsverwaltung für Finanzen darf nicht an den vor Jahren vereinbarten 15 Euro festhalten und die Anbieter der Notschlafstellen mit den übrigen Kosten alleine lassen. Unsere Forderung: Wir brauchen bis zu 25 Euro pro Übernachtung und Schlafplatz. Und wenn die Immobilie besondere Anforderungen nicht erfüllen kann – der Brandschutz ist da nur ein Beispiel – im Einzelfall auch mehr.“

Foto: Caritas-Direktorin Ulrike Kostka, Diakonie-Direktorin Barbara Eschen und Herbert Spindler vom Nachtcafé Zum Guten Hirten auf der Pressekonferenz zum Abschluss der Kältehilfe-Saison 2015/2016.
Quelle: DWBO/Katrin Geier

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