© 2022 Gemeinsam für Berlin e.V. | Selbstverständnis | Impressum

Startseite     Netzwerk     Kirchen & Gemeinden    Unternehmen    Nachrichten   

Christen in Berlin
Aktuelles

Kältehilfe der Berliner Stadtmission startet mit neuer Kampagne "Spende Wärme"
(Beitrag vom 01.11.2016)

Kältehilfe der Berliner Stadtmission startet mit neuer Kampagne

Die Menschen so annehmen, wie sie sind, das ist die Mission der Berliner Stadtmission. Hinschauen, nicht wegschauen - das sollen möglichst viele Berlinerinnen und Berliner. Eine neues Motiv fordert auf: „Spende Wärme“ und eröffnet einen ungewohnten und doch vertrauten Anblick. „Mit dem Plakatmotiv und einem Kinospot erhoffen wir uns viel Aufmerksamkeit für obdachlose Menschen“, so Ortrud Wohlwend, Leitung Kommunikation der Stadtmission. Fotografin und Digitalartist Carmen Lenk und das Filmkünstler-Team artrejo cinemaz haben im Museumspark Rüdersdorf die Aufnahmen gemacht. Der Kölner Liedermacher Frank Börgerding brachte sein berührendes Lied „Wann fängt mein Leben an?“ zur Kältehilfe-Kampagne ein.

Zwei Kältebusse, drei Kälte-Notübernachtungen und ein Nachtcafé mit insgesamt 300 Plätzen sollen Kältetote verhindern. Im letzten Winter hat die Berliner Stadtmission die Hälfte aller Übernachtungen Obdachloser geleistet, 43.691 Übernachtungen. Jeder Einzelne ist in menschlicher Not und einsam. Jeder benötigt Essen, Trinken, medizinische Versorgung, eine sichere Nacht und menschliche Zuwendung.

Im 22. Winter ist der Kältebus der Berliner Stadtmission nachts unterwegs auf der Suche nach denen, die ihr Zuhause auf der Straße haben. Ein zweiter Kältebus unterstützt die Arbeit. Neben dem Transport von Hilfebedürftigen steht die Versorgung derer, die nur draußen schlafen können, im Fokus von Kältebusfahrer Yannick Büchle (20 Jahre) und seinem Team. Sie geben Kaffee oder Tee und auch einen warmen Schlafsack weiter. Dies ist möglich, da viele Spenderinnen und Spender die Stadtmission unterstützten.

Die Notlage schwer kranker Obdachloser ist erdrückend. Wer als obdachloser Mensch krank ist, im Rollstuhl sitzt, Läuse oder Krätze hat oder alkoholisiert ist, hat außer bei der Berliner Stadtmission kaum eine Chance unterzukommen. Rollstuhlfahrer benötigen einen besonderen Pflegeaufwand. Es geht um Hygiene und Pflege, Windeln anlegen, Wunden versorgen, trösten und einen Schlafplatz anbieten, der für besondere Bedürfnisse von Rollstuhlfahrern angelegt ist. Zwei Pflegezimmer für obdachlose Patienten mit vier Betten haben sich bewährt. Die Patienten können von einem Tag bis zu zwei Wochen bleiben. Die Belegung erfolgt ausschließlich über die ärztliche Leitung vor Ort.

Die Notübernachtung in der Lehrter Straße ist für viele verzweifelte Obdachlose die einzige Möglichkeit, eine sichere Schlafstätte und medizinische Versorgung zu erhalten. Auch ihre Hunde sind willkommen. Die Notübernachtung in der Nähe vom Hauptbahnhof ist auch wegen der guten Anbindung ein Heimathafen für alle, die nirgendwo aufgenommen wurden. Die Berliner Stadtmission bietet neben der großen Kälte-Notübernachtung in der Lehrter Straße eine weitere in Reinickendorf. Eine Traglufthalle mit 100 Plätzen für Männer in Friedrichshain, genannt „Halle-Luja“, öffnet Ende November. Weitere 20 Plätze finden Obdachlose im Nachtcafé der City-Station, in einer Seitenstraße vom Kurfürstendamm.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Webseite vorschlagen    Sponsoring    Kleinanzeige aufgeben    RSS    Login    Datenschutz    Impressum & Kontakt