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Interreligiöses Gebet und Protest gegen drohende Kürzungen bei "Tag der freien Schulen"
(Beitrag vom 15.09.2003)

Interreligiöses Gebet und Protest gegen drohende Kürzungen bei

Berlins Schulen in freier Trägerschaft fürchten erneut um ihre Finanzierung. Im vergangenen Jahr hatte der Berliner Senat die Zuschüsse für die Personalkosten der freien Schulen um vier Prozent auf 93 Prozent der Personalkosten vergleichbarer staatlicher Schulen gesenkt. Durch die Sparverhandlungen der Landesregierung mit den Gewerkschaften drohe nun eine weitere Zuschußreduzierung, so der Referatsleiter für Evangelische Schulen der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg, Kirchenschulrat Manfred Herrmann, am Montag vor Journalisten in Berlin. “Wenn durch die Verhandlungen die Personalkosten für die staatlichen Schulen sinken, werden wir ebenfalls weniger Geld erhalten.”

Er befürchte, daß gemessen an den ursprünglichen Werten eine freie Schule dann nur noch 87 Prozent der Personalkosten einer staatlichen Schule erstattet bekommen werde. “Im vergangenen Jahr hatten die Mitglieder des Hauptausschusses im Berliner Abgeordnetenhaus versprochen, im Falle von Tarifverhandlungen unsere Zuschüsse nicht weiter zu kürzen. Hoffentlich halten sie sich daran.” Insgesamt seien die vielfältigen Protestaktionen des letzten Jahres aber erfolgreich gewesen, so Hermann. Die Schülerdemonstrationen und Mahnwachen hätten zu einer bisher nicht gekannten Aufmerksamkeit für die Probleme freier Schulen geführt. Eine geplante noch stärkere Zuschußkürzung sei verhindert worden.

Am kommenden Wochenende wollen rund 40 der insgesamt 121 Berliner Schulen in freier Trägerschaft mit einem “Tag der freien Schulen” für sich werben. Dabei soll es auch ein gemeinsames “interreligiöses” Gebet von Schülern einer katholischen, einer evangelischen und einer jüdischen Schule geben. Es soll vom katholischen Weihbischof Wolfgang Weider, dem evangelischen Propst Karl-Heinrich Lütcke und dem jüdischen Kantor Isaak Schäfer geleitet werden. “Stil unseres Hauses ist es, alle größeren Veranstaltungen mit einem Gebet zu beginnen”, so die Schulleiterin der katholischen Theresienschule, Anneliese Kirchberg. Dies soll auch am 21. September am Tag der freien Schulen geschehen.

In Berlin gibt es insgesamt 121 Schulen in freier Trägerschaft, die von 16.000 Schülern besucht werden. Dies entspricht etwa fünf Prozent aller Berliner Schüler. Zu den größten Schulträgern zählen das katholische Erzbistum Berlin mit 21 und die Evangelische Kirche in Berlin-Brandenburg mit 11 Schulen. Außerdem gibt es eine evangelikale Bekenntnisschule. Die einzige islamische Grundschule Berlins beteiligt sich nach Aussagen der Verantwortlichen nicht am “Tag der freien Schulen”.

Benjamin Lassiwe


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